Barcamp – das klingt so eigenartig. Nach campen und nach Party. Irgendwie ja – und irgendwie auch nein. Denn in der Tat war „campen“ Teil des ersten Barcamps. Mit dem Begriff „Bar“ ist aber weder eine Kneipe noch eine Theke gemeint. Die Wikipedia erklärt kompakt, woher der Begriff kommt. In aller Kürze: „bar“ und „foo“ sind metasyntaktische Variablen (man braucht so etwas offenbar beim Programmieren …) Um etwas Ähnliches, nämlich um eine Art Informations-Meta-Ebene (wobei: selbstverständlich auch um ganz konkrete Themen) geht es bei Barcamps ging es beim ersten Barcamp (das tatsächlich FooCamp hieß).
Details erläuert, wie so oft, die allwissende Wikipedia.
Das Besondere an diesem Veranstaltungsformat: Es gibt keine Trennung zwischen Referenten und Zuhörer, es gibt „nur“ Teilnehmer. Zu Beginn werden Themen vorgeschlagen, über die Teilnehmer sprechen möchten, sei es aktiv oder weil sie Fragen dazu haben oder weil sie eine Diskussionsrunde dazu wünschen. Per Handzeichen wird kurz geklärt, ob das jeweilige Thema für die Anwesenden von Interesse ist. Je nach Größe der interessierten Gruppe werden Raum und Zeit für den Vortrag bzw. das Gespräch (genannt „Session“) zugeteilt. In der Regel finden mehrere Sessions parallel statt, so dass jeder Teilnehmer die Chance hat, eine Session zu besuchen bzw. zu finden, die ihn interessiert. Die einzelne Session-Reihe in einem Veranstaltungsraum bezeichnet man als „Track“.
Bei Barcamps sind normalerweise keine übergeordneten Themen vorgegeben. Meist gibt es einen Bezug zu Online-Aspekten, aber das ist kein Muss. Das stARTcamp München ist ein sogenanntes „Themencamp“. Das bedeutet, dass es grundsätzlich nach Barcamp-Regeln abläuft, die Sessions jedoch einem – wenn auch nur grob – vorgegebenen Thema folgen soll(t)en.
Ziel eines Barcamps ist es, Wissen zu teilen. Demokratisch, hierarchiefrei und nach Möglichkeit unentgeltlich - also für jeden zugänglich.
Keine Referenten, keine Zuhörer – nur Teilnehmer. Das bedeutet, dass sich jeder nach Kräften einbringen sollte, um die Veranstaltung zu einem Erfolg werden zu lassen. Wie genau? Da gibt es viele Möglichkeiten. Man kann eine Session halten, man kann für eine gewisse Zeit am Check-in die Registrierung betreuen, man kann während der Veranstaltung twittern und so dazu beitragen, dass sich die Inhalte weiter verbreiten, man kann vorab und danach bloggen, kann Fotos ins Netz stellen oder Videos drehen – dem eigenen Engagement sind keine Grenzen gesetzt.
Barcamps sind anders als herkömmliche Seminare und Konferenzen. Wer schon einmal eines erlebt hat, den lässt der Spirit oft nicht mehr los. Und wer zum ersten Mal mit dabei ist oder dabei sein wird, darf sich auf eine offene, lockere, kontaktfreudige Atmosphäre freuen.
Wer bereits jetzt weiß, welche Session er halten möchte, kann sie hier eintragen. In dieser Liste kann man jedoch auch notieren, wenn man sich für ein bestimmtes Thema interessiert und mehr darüber wissen möchte. Wir versuchen dann, die richtigen Referenten etc. dafür zu finden.